Ablauf Peer-Mediation
Die Inhalte sind so aufbereitet, dass Lehrerende ein komplettes Programm vorfinden, um Schülerinnen und Schülern zu Streitschlichterinnen und zu Streitschlichtern (Peers) ausbilden zu können.
Im ersten Teil geht es um die Sensibilisierung der Schülerinnen und der Schüler für Konflikte und ihr destruktives Potential. Mit den Methoden der "gelungenen Kommunikation" soll das konstruktive Potential von Konflikten erkannt und umgesetzt werden. Dabei lernen die Teilnehmenden sich exakt auszudrücken und gut zuzuhören. Zusätzlich wird die soziale Kompetenz verstärkt, da sie lernen, wie Konflikte entstehen.
Im zweiten Teil werden die Schülerinnen und die Schüler mit der Mediation vertraut gemacht. Neben dem theoretischen Input, der auch über die IT-Lernplattform stattfindet kann, liegt besonderes Augenmerk auf Rollenspielen. Ziel ist u.a. dabei, dass die Peers in ihrem Selbstbewusstsein und in ihrer sozialen Kompetenz gestärkt werden, da sie Positives zur Gemeinschaft beitragen.
Ziele der Mediation und ihr Nutzen für die Schule
Mediation hilft, Gewalt zu verhindern und eine gute Streitkultur zu entwickeln. Einerseits wird auf der Beziehungsebene die Dialogfähigkeit gefördert, beide Streitparteien können ihre eigenen Sichtweisen und ihre eigenen Wünsche artikulieren. Selbständigkeit und Eigenverantwortung stehen dabei im Mittelpunkt. Andererseits wird auf der Inhaltsebene eine Vereinbarung getroffen, die für alle Beteiligten eine zufriedenstellende Lösung darstellt. Diese wird schriftlich fixiert und hält erfahrungsgemäß eher, da sie von den Streitparteien selbst erarbeitet wurde.
Für die Schule bedeutet das eine mehrfache Entlastung
Energien, die vorher in den - unbearbeiteten - Konflikt flossen, können nun anders genutzt werden, was sich auf die Atmosphäre auswirkt und in weiterer Folge auf die Motivation und die Zufriedenheit. Der Unterricht wird störungsfreier, da die Konflikte außerhalb geregelt werden.
Weitere Informationen zur Peer Mediation (OEBM)